GPA-DJP fordert Mindesthonorare in priv. Bildungseinrichtun
Interessengemeinschaft work@education präsentierte Ergebnisse einer Online-Befragung
Schon zum zweiten Mal präsentierte die GPA-DJP Interessengemeinschaft work@education die Ergebnisse einer Online-Befragung von TrainerInnen im privaten Bildungseinrichtungen. Die Ergebnisse des "Honorarbarometers 2007" dienen als Grundlage für die Forderungen nach vertraglich gesicherten Mindesthonoraren in diesem Bereich.
Grundlage der Auswertung sind 204 Fragebögen von TrainerInnen aus Bildungsinstituten, die den österreichischen Markt maßgeblich beeinflussen. Gefragt wurde nach der Bezahlung ihrer Leistungen und den Arbeitsbedingungen. Die Ergebnisse der Befragung bestätigen die bisherigen Annahmen. So arbeiten in diesem Bereich besonders viele Frauen. Wie in vielen anderen Branchen mit hohem Frauenanteil sind hier Phänomene wie schlechte Entlohnung und Arbeitsbedingungen zu beobachten. Hoch bezahlte Jobs sind im Erwachsenenbildungsbereich selten und teilen sich auf sehr wenige TrainerInnen auf. Mit dem Honorar müssen die TrainerInnen (im Großteil der Fälle freie DienstnehmerInnen und WerkvertragsnehmerInnen) nicht nur ihre laufenden Kosten decken, sondern auch ihre soziale Absicherung finanzieren.
Die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen bzw. zwischen Beschäftigen mit freiem Dienstvertrag und Werkvertrag mit Gewerbeschein sind gravierend. Mehr als ein Drittel der TrainerInnen glaubt, dass sein/ihr Vertrag rechtlich nicht korrekt sei. Diese Einschätzung deckt sich auch mit den Erfahrungen der GPA-DJP über Vertragspraktiken im Bildungsbereich.
Aufgrund der Zunahme der arbeitslosen Menschen in Schulung ist auch die Nachfrage nach TrainerInnen gestiegen. Bei der Untersuchung der GPA-DJP hat sich herausgestellt, dass gerade TrainerInnen in AMS-Maßnahmen überwiegend die am niedrigst bezahlten Jobs haben.
"Die Ergebnisse der Befragung stellen für uns eine wichtige Grundlage dar, um auf dem Weg der konkreten Verbesserung der Einkommenssituation und der Arbeitsbedingungen von TrainerInnen weiter zu kommen. Eine Arbeitslosenversicherung für feie DienstnehmerInnen wäre ein erster wichtiger Schritt. Wesentlich geht es aber auch darum, dass Mindesthonorare für TrainerInnen zwischen den Kollektivvertragspartnern festgelegt werden, um einen Dumpingschutz zu gewährleisten und Einkommensuntergrenzen zu sichern. Die Forderung entspricht auch der Absicht der Sozialpartner, Mindestregelungen für freie DienstnehmerInnen über die Kollektivvertragspartnerschaft zu sichern", so die Leiterin des GPA-DJP Geschäftsbereichs Interessenvertretung Claudia Kral-Bast.
GPA-DJP-Presseaussendung vom 16/05/2007
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Rückfragen: GPA-DJP, Mag. Martin Panholzer, Tel.: 05 0301-21511, E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at
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