Die SPÖ als Vertretung von Ein – Personen – Unternehmen
Ähnlich wie die Grünen hat sich die SPÖ des Themas der Ein – Personen – Unternehmen in den letzten Zeit angenommen und will die EPU auch als Wählergruppe direkt ansprechen. Schon in der Wirtschaftskammerwahl 2005 wurden die Ein – Personen – Unternehmen von der SPÖ als Zielgruppe genannt, in den letzten Monaten folgten immer wieder Vorschläge zur Verbesserung der Lage der EPU.
Ein wichtiger Aspekt bei den Programmvorschlägen der SPÖ ist naturgemäß die soziale Absicherung von EPU, die im derzeitigen rechtlichen Rahmen schwer zu wünschen übrig lässt. Matznetter, SPÖ-Budgetsprecher und Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, spricht schon im Jänner 2006 die hohe Zahl an Insolvenzen bei in Österreich neu gegründeten Unternehmen an, und fordert entsprechende Gegenmaßnahmen. Neben steuerlichen Entlastungen werden Starthilfen und Serviceleistung eingefordert.
Konkret fordert die SPÖ ein Entlastungspaket von 300 – 400 Euro pro Haushalt und Jahr und verspricht dafür eine volle Gegenfinanzierung. Matznettner spricht in diesem Zusammenhang von der hohen Belastung der österreichischen Kleinstbetriebe mit weniger als 100 Mitarbeitern, die in Österreich mit rund einer Million Beschäftigten ein wesentlicher Motor für Arbeit und Beschäftigung seien. Weiters fordert die EU nach dem Lohnsteuerrekord 2006 eine Abschaffung der Gruppensteuer, die vor allem größeren Unternehmen zugute kommt, was laut Aussagen der SPÖ 700 Mio. € an Mehreinnahmen bringe, sowie eine „ehrliche“ Körperschaftssteuer von 25 % für jene großen Unternehmen, die hohe Gewinne einbringen, die sich mit 1,5 Mrd. € zu Buche schlagen würde und damit die Gegenfinanzierung sichern würde.
Mittlerweile tritt die SPÖ auch vorsichtig für Konzepte einer bedarfsorientierten Grundsicherung ein, die eine finanzielle Hilfe für diejenigen vorsieht, die am Unternehmen EPU scheitern. Weiters traten Abgeordnete der Grünen und der SPÖ am 23.05.2006 in einem Entschließungsantrag an das Parlament für eine verstärkte Förderung von EPU, Kleinbetrieben und Mikrobetrieben ein. Der Antrag wurde jedoch von der Regierung abgewiesen.
Insgesamt tritt die SPÖ für einen Umbau und eine Modernisierung des Sozialstaates ein, die den neuen Herausforderungen von steigende Arbeitslosenzahlen, immer mehr atypisch Beschäftigten, Leiharbeit, befristete Arbeitsverhältnissen, Scheinselbstständigen, und der demographischen Entwicklung gerecht wird, ohne dabei jedoch die Leistungen des Sozialstaates verringern zu müssen, also Sozialabbau zu betreiben. Schon 2002 machte die Wiener SPÖ in Kooperation mit dem WAFF (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) auf den erhöhten Förderbedarf von atypisch Beschäftigten aufmerksam, und entwickelte auch Maßnahmen dafür. Man kann davon ausgehen, dass dieses Thema die SPÖ schon seit längerem beschäftigt, auch wenn es erst in letzter Zeit intensiv angesprochen wird.
Weitere Informationen und Quellen: Die SPÖ im Web Christoph Matznettner gegenüber dem SPÖ – Pressedienst am 13.01.2006 Presseaussendung des Parlaments zur letzten Sitzung am 14. Juli SPÖ – Forderungspaket zur Entlastung des Mittelstandes Wirtschaftsprogramm der SPÖ Eine Analyse des Programms der SPÖ und der anderen Parteien zum Thema Sozialstaat Initiative zur Förderung atypisch Beschäftigter 2002 Protokoll zur Sitzung der Nationalrates am 23.05.06 Weitere Artikel zum Thema:
Studie Deutschland: Kind und Beruf, Selbstständige im Vortei
Statistik Neugründungen 2009 in Österreich
Gründerinnen in Deutschland
Einkommensumfrage für JournalistInnen
Neue Selbständige in Österreich - Liste mit Berufen
1.8.09, Menschenwürdig arbeiten und verdienen als EPU
Nachlese 23.6.09, Diskussion EIN-PERSONEN-KRAFT
Auch Gesellschaften können Neue Selbständige sein
Was die Lehrerdebatte mit Selbständigkeit zu tun hat.
Salzburg - Burgstaller will Einpersonenfirmen fördern
Teilzeit-Selbständigkeit in Österreich
EPUs - viele, einsame UnternehmerInnen
Können sich Selbständige die Arzthonorare leisten?
SOPHIE - BildungsRaum für Prostituierte
SexarbeiterInnen haben Lust auf ihre Rechte!
EPU - Self-Employment Forschungsprojekt
EPU - Teilzeit Selbstständigkeit
Woher kommt das Wort Mittelstand?
Wofür steht das Akronym EPU
EPU - Solocom Studie
Mikrokredite – eine Idee der Entwicklungshilfe nützt Europa
Mögliche Unterstützungen je Gründungsphase
Gründungsförderung des Arbeitsmarktservice
ÖVP – Programme für EPU
Die Grünen – Eine „Starke Stimme“ für EPU
Weiterführende Forschungsfragen
Was wir noch über PU wissen sollten
Was wir über EPU wissen – Europäische Union
21.5.2007 - 18 h - EPU-Only Abend - FO.FO.S - OGV
Entrepreneurshipforschung an den Universitäten
Was wir über EPU wissen – Österreich
19.3.2007 - EPU ONLY - 18h - OGV und FO.FO.S
Gesundheitliche Mehrbelastung
Entrepreneurship Education in Österreich und der EU
EPU und die Bedrohung durch Armut
Krise, Scheitern, Konkurs
Urlaub und Selbständigkeit
Kredite, Banken und Basel II
Startkapital, Kreditbedarf und Umsätze von GründerInnen aus
Wertschöpfung von EPU
Unterschiede zwischen EPU und Angestellten
Werkstudenten - Die neue studentische Selbstständigkeit
Neben- und Zuerwerb
GründerInnen/JungunternehmerInnen
Patchwork-Lebenslauf
1stlife - UBIT Wien
Positive Selbsteinschätzung – EPU von A – Z
Arbeitsplatzbeschreibung im EPU
Social Entrepreneure und ihre guten Ideen
Social Entrepreneurship
KünstlerInnen
Österreichische Kreativwirtschaft
Ich-AG
Freie Berufe
Scheinselbständige
Atypische Beschäftigung
Gemeinsam stark - Kleine Agenturen zeigen Größe
Steuerentlastungspaket für EPUs und Mikrobetriebe
www.business-mamas.at
Der Wiener Appell: Demokratisierung der EU jetzt!
1. Österreichischer Insolvenzkongress
Mittelstandsbericht 2006/07 - Thema EPU im Nationalrat
LIF Abgeordenter Alexander Zach zum Mittelstandsbericht
Grüne Abgeordnete Ruberta Lichtenecker zum Mittelstandsb.
Grüne Wirtschaft - Kommentar zum Mittelstandsbericht
Sobald einE KonsumentIn einen Gewerbeschein löst,
Grüne Wirtschaft: 200.000 EPUs konsequenter vertreten!
Mitterlehner sieht Kreativwirtschaft als Wachstumstreiber
Honorarbarometer - Die Ergebnisse 2007
Schuldenreport 2007
GPA-DJP fordert Mindesthonorare in priv. Bildungseinrichtun
Volkschulklasse gründet - XXB Klassenladen der 2b
Kleinstbetriebe sollen höhere Kammerumlage zahlen
24-Stunden-Betreuung durch legal Selbständige - ab Juli 2007
10-Punkte-Programm der WKO für Ein-Personen-Unternehmen
10-Punkte-Forderungskatalog der Grünen Wirtschaft für EPU
Vom EPU zum KMU - Umfrage WK Steiermark Feb 2007
Grüne Wirtschaft startet EPU-Kampagne
Was würde SPÖ-Finanz- und Wirtschaftsminister anders tun?
www.microstars.at - EPU-Plattform der Grünen Wirtschaft
WKO installiert EPU-Beauftragte
Besserstellung für EPU im Bereich ESt und SV
Initiative Frauen Gründen
Urlaubsgeld für Ein-Personen-Unternehmen
TrainerInnen - im Dienstverhältnis oder Werkvertrag?
Weniger Wiener Unternehmen vor dem Konkursrichter
Ein-Personen-Unternehmen in Tirol - Studie 2005
EPU im Tourismus - Bettenauslastung 2006
Friederike Welter - Online Publikation - Unternehmertum
OECD - McCarthy Report - Guidance Workers
Fallstudien-Wettbewerb im Bereich Entrepreneurship
Ich-AG 2006 gekürt
Milleniumsziele und Ein-Personen-Unternehmen fördern
Programm „Unternehmenserfahrung
Schwierige wirtschaftliche Lage deutscher Freiberufler
Flexible und ortungebundene Büroarbeit bald die Norm
SchülerInnen entwickeln Produkte und Dienstleistungen
Mikrokredite – Friedensnobelpreis für Grameen Bank
Vladimír Špidla - EU-Kommission - moderneres Arbeitsrecht
Entrepreneurship an Universitäten Deutschlands
Deutschland verharrt in der alten Zeit des Fordismus
Mini-GmbH in Deutschland geplant
Kredite für den Kleiner Mittelstand
Entrepreneurship award für Projekt expedition WELT
Small Business Act - EU für kleine Unternehmen?
Mikrokreditfonds: Geringes Ausfallrisiko und enormer Bedarf
Test Upload
Unternehmergeist an der Freien Universität Berlin
|